Der 3D- und 4D-Druck ist mittlerweile in der Industrie und Forschung etabliert: als Entwicklungsbeschleuniger, als Impulsgeber, als Möglichmacher, als Lösung für Mass Customization oder Service on demand. Dabei ist die Additive Fertigung von Anbeginn bereits an sich eine Innovation. Ein Mittel zum Zweck, um bessere und völlig neue, innovative Produkte zu entwickeln. Und es zeigt sich fortwährend, dass die Potenziale bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige AM-Produkte, selbsttragendes und supportfreies Design, mobile, modulare und intelligent vernetzte Leistungskomponenten: Es gibt viele Ideen, was zukünftig alles aus dem Drucker kommen soll. Doch was einfach klingt, wird in den Details schnell kompliziert. Jeder Designer und Entwickler wird nicht mehr umhinkommen, die gesamten Systemebenen zu betrachten und im weiteren Schritt eben auch
zu gestalten.

So wird neben der reinen Additiven Fertigung nunmehr der Innovationsprozess selbst zusätzlich innovativ. Dabei rückt die technozentrische Ausrichtung immer weiter in den Hintergrund. An die Stelle tritt eine neue Kultur, eine systemische Innovationskunst, die mehrschichtig und multidimensional angelegt ist und einen fließenden Übergang vom Prototyp zum Serienprodukt ermöglicht. Dieses Jahr liegt der Fokus daher insbesondere auf der Wechselwirkung im Innovationsprozess, auf Hin- und Herbewegungen zwischen einzelnen Funktionen und Akteuren, die integriert auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

Was bereits möglich ist und welche Anwendungen noch Vision sind, wie sich eine durchgängige Prozesskette digital und konsistent darstellen lässt oder welche Anforderungen sich an den Fertigungsprozess und das Produkt ergeben, sind in der Innovationsstrategie aufzuzeigen. Im Rahmen des Wettbewerbs stellen sich die Teilnehmer der Herausforderung, sinnvolle End-to-End Lösungen für den 3D- und 4D-Druck zu identifizieren. Es gilt neben einer hybriden Fertigungsfunktionalität auch einen Leitgedanken für die Additive Fertigung und die Produktion von morgen zu schaffen.

Wir ermutigen darüber hinaus erneut, auch Verfahren und Materialien zu berücksichtigen, die sich heute noch nicht durchgesetzt haben, noch im Forschungsstadium sind oder gar erst erfunden werden müssen.

Die purmundus challenge bewertet die eingereichten Produktideen und bestimmt eine Vorauswahl. Im Rahmen einer Sonderschau werden die Finalisten auf der Formnext vom 16.-19.11.2021 zu sehen sein. Am 18.11.2021 werden die Sieger der purmundus challenge durch die internationale Jury ausgewählt und feierlich auf der Messe prämiert. Neben Geldpreisen erhalten die Gewinner auch attraktive Sachpreise. Ein Publikumspreis, der über die Messetage von den Besuchern der Formnext 2021 gewählt wird, rundet die purmundus challenge ab.

Einsendeschluss ist der 22.09.2021.

Partner 2021


   



   



Jury 2021

Christoph Behling - Christoph Behling Design Ltd.
Prof. Richard Bibb - Loughborough University
Isabelle Fröhlich - Volkswagen AG
Tilla Goldberg - Ippolito Fleitz Group
James Helliwell - hyperTunnel Limited
Dr. Alexander Hildebrandt - Festo AG & Co. KG
Frank Kleemann - Selbstständiger Industriedesigner
Andreas Pany - Ernst Strassacker GmbH & Co. KG
Prof. Dali Sun - Beijing University of Technology
Graham Tromans - G P Tromans Associates
Dr. Clara Usma - Deakin University